Kultur: Ein Bericht zur Sagentour 2010

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Kategorie: Tanzsport Berichte
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 23. April 2015

 

Beschwingt durch das sagen- und märchenhafte Köln

Sagentour 2010: Los gings mit der Bahn Sagentour 2010 Treffpunkt Dom Sagentour 2010

 

Bei der Tanzsportabteilung des FSV Jüchen bleibt die Kultur nicht auf der Strecke. Am 02. Oktober 2010 trafen sich 27 Tänzer und Tänzerinnen auf der Domplatte in Köln vor dem Römertor zu einer „Sagentour“. Von unserer Stadtführerin (Tourguide) Hildegard Trost erfuhren wir während des 21/2-stündigen Rundgangs interessante Geschichten / Sagen über die Historie von Köln – Colonia – Stadt.

Sie erzählte auf dem Weg durch romantische Gassen und auf malerischen Höfen und Plätzen einiges über Herrscher, Ritter, Päpste, Bischöfe, Heilige und andere nicht weniger bedeutende Menschen aus der Vergangenheit und Gegenwart. 

Es wurde u. a. berichtet über Neil Amstrong, Kaiser Nero, elftausend Jungfrauen, Albertus Magnus, Erzbischof Anno, einem Bürgermeister in einer glühenden Kutsche, einem italienischen Jungunternehmer namens Farina aber auch über Napoleon und Königin Elisabeth wie auch über ein kölsches Pärchen, das nie zusammen fand, an welches aber bis heute zu Beginn des Straßenkarnevals erinnert wird. Wer die Details erfahren möchte, sollte sich auf den Weg nach Köln machen.

Sagentour 2010: Köln KarteWährend der Tour wurden auch mathematische Kenntnisse abgefragt. Sie halfen, sich das Jahr der Grundsteinlegung des Kölner Doms 1248 n. Chr.  zu merken. Der Dom wurde errichtet, um den Dreikönigsschrein in einem noch größeren „Schrein“ unterbringen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

Sagentour 2010: Köln fringsenDer Dom ist seit der Grundsteinlegung eine „ewige Baustelle“. Es heißt, er ist das einzige Gebäude, wo im Keller bereits Ausgrabungen erfolgen während am Dach immer noch gebaut wird. Diese Arbeiten wurden, beginnend mit Meister Gerhard von Rile (auch von Kettwig genannt), immer durch einen Mann, dem Dombaumeister geleitet. In 1999 wurde mit dieser schwierigen Aufgabe erstmals eine Frau, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, beauftragt.

Sagenhaftes gab es auch über Tünnes zu berichten. Im Buddhismus steht „Buddha“ für Glück. In Köln steht „Tünnes“ für Spaß. Streichelt man Buddha über den Bauch, soll dies Glück bringen. Rubbelt man Tünnes über die Nase, bringt dies Spaß.

Den hatten auch alle Teilnehmer an der Sagentour. Sie wissen jetzt auch, was „fringsen“ bedeutet und wo die Redensart „kannste mir wat pumpen“ herkommt.

 

 

Einen wesentlichen Teil der Kölner Sagen kennt jedes Kind. Die Geschichte von den

Heinzelmännchen zu Köln

Heinzelmaennchenbrunnen Heinzelmaennchenbrunnen

Wie war zu Köln es doch vordem, 
mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn war man faul, man legte sich,

hin auf die Bank und pflegte sich.

Da kamen bei Nacht, ehe man’s gedacht,
die Männlein und schwärmten und klappten und lärmten.
Sie rupften und zupften und hüpften und trabten 
und putzten und schabten…

Und eh ein Faulpelz noch erwacht, 

war all sein Tagewerk bereits gemacht! …

Hier gehts zum kompletten Heinzelmanngedicht

Das waren noch goldene Zeiten! Sie sind leider nun vorbei!

 

Zum Abschluss der „Sagentour“ wurde mit Segen von St. Petrus Martyr (= St. Petrus von Mailand), dem Schutzpatron der Kölner Bierbrauer, im Brauhaus Früh eingekehrt. Hier konnten die während des Rundgangs erklärten Aufgaben eines Köbes in der Praxis überprüft werden.

Die Teilnehmer ließen mit einem, zwei, drei … Glas Kölsch und deftiger Kost diesen erlebnisreichen Nachmittag angemessen ausklingen.

Sagentour2010: Im Frueh  Sagentour2010: Im Frueh

 

 

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